Haarpflege: einfach, gesund & vegan

Aktualisiert: Sept 26

Natürliche vegane Körperpflege für die ganze Familie- dazu möchte ich euch etwas inspirieren.


Es braucht dafür nämlich ganz wenig!

Und trotzdem kann man dabei gepflegt aussehen und sich schön fühlen.

Wichtig: ich bin keine Kosmetikerin, Friseurin oder Expertin in diesem Thema. Und wer mehr weiß-ich lerne gerne dazu! Lasst uns gerne hier austauschen und Erfahrungen teilen.

Ich berichte euch von meinen Erfahrungen und wie ich vegane und möglichst nachhaltige (und nebenbei kostengünstige) Körperpflege bei mir und meiner Familie etabliert habe.


Heute starte ich mit dem Thema Haare: ich wasche nämlich schon über einem Jahr nur noch mit Wasser! Die Kinder übrigens auch und die haben nie fettige Haare. Ich fange bei den Kids gar nicht erst mit Shampoo an damit die Kopfhaut ihre natürliche Regeneration behält.

Mitte 2016 begann ich meine Haare zuerst mit Roggenmehl zu waschen. Da bei mir ja immer alles easy und schnell gehen muss gestehe ich- das war mir persönlich zu umständlich. Aber ich kenne viele die damit super happy sind. Ich bin dann bis April 2019 auf Haarseife umgestiegen. Das ging gut. Wichtig ist- im Anschluss unbedingt eine saure Rinse durchführen, z.B. aus kaltem Wasser und Apfelessig. Diese bleibt drin und wird nicht ausgewaschen, der Geruch verfliegt. Das macht die Haare weich und glänzend und sie lassen sich gut bürsten.

Mit der Zeit wollte ich es noch einfacher haben. Ich dachte mir diesbezüglich „warum etwas kaufen und benutzen wenn es von Natur aus vielleicht auch ohne geht?!“ Außerdem stand bei uns eine mehrwöchige Wohnmobil Tour an (von Portugal nach Deutschland) und da wusste ich, dass Haare waschen mit Seife mangels Möglichkeiten (wir stehen meistens frei und selten auf Campingplätzen) sowieso zu kurz kommen wird. Das war also meine Chance:-) Von da an ließ ich meine Haare wie sie waren, bürstete viel und wusch sie nur mit Wasser wenn sich die Möglichkeit bot. Ich habe meine Haare nicht wochenlang am Stück komplett „durchfetten“ lassen. Soweit ich gelesen habe, ist das auch nicht sinnvoll. Ich war es bereits gewohnt sie nur alle 6-7 Tage mit Seife zu waschen und das habe ich beibehalten- nur eben ausschließlich mit Wasser. Meine Kopfhaut hat sich relativ schnell damit zurecht gefunden, ich vermute die Haarseife war eine gute Vorbereitung. Silikone und andere Rückstände waren aus meinen Haar schon ausgewaschen.




Meine Haarpflege Routine seit einem Jahr:

Ich wasche die Haare ca. alle 7 Tage mit Wasser. Anschließend verwende ich eine Spülung aus ca. 800 ml kaltem Wasser (so viel hat mein Messbecher den ich dafür nutze) und 2 EL Apfelessig. Zwischendurch verwende ich auch mal andere Spülungen:


z.B. aus Rosmarin. Dazu nehme ich frischen Rosmarin (2-3 Zweige), lege sie in etwa 500-600 ml Wasser, koche es zusammen auf und lasse das Ganze ca. 15-20 Minuten auf kleiner Stufe köcheln. Danach die Flüssigkeit abkühlen lassen und den Rosmarin entfernen. Dazu gebe ich vor Verwendung noch 1 - 2 EL Apfelessig hinzu. Nach dem Duschen gieße ich die Spülung über die Haare. Auch diese Spülung bleibt immer drin und wird nicht ausgewaschen.

Im Anschluss gebe ich Öl in meine nassen (!) Haarspitzen, das dann direkt einzieht. Wichtig ist, dass die Haare dabei nass sind damit sie nicht fettig werden. Ich nutze dafür aktuell Kokosöl. Genauso gut funktioniert es mit Olivenöl. Ich lasse meine Haare fast immer lufttrocknen- nutze nur in extrem seltenen Fällen einen Föhn. Seitdem sind meine Haare auch nicht mehr trocken und spröde.

Das war’s! Zwischendurch massiere ich die Kopfhaut und ich lege großen Wert auf das tägliche Bürsten. Das ist meines Erachtens wichtig für die Durchblutung der Kopfhaut. Dafür nutze ich eine Bürste die eben entsprechend die Kopfhaut „massiert“. Ab und an gebe ich etwas Rosmarinöl in meine Fingerspitzen und fahre damit durch die Haare. Das soll die Haare generell kräftigen. Und es riecht gut. Es eignet sich auch für die Kopfmassage weil es die Durchblutung anregt und entzündungshemmend und gegen Haarausfall wirken soll.

Für dunkle Haare gibt es noch eine tolle Spülung für Glanz und Farbkraft: Schwarztee und Salbei. Dazu einige frische Salbeiblätter in etwas Wasser köcheln lassen. Vom Herd nehmen und 1-2 Beutel Schwarztee zum Wasser geben. Das Ganze 30 Minuten ziehen und abkühlen lassen. Dann Tee und Salbei entfernen und die Flüssigkeit nach dem Haare waschen als Spülung verwenden. Ich habe hier leider keine Mengenangaben für euch, ich mache das nach Gefühl.


Weitere Optionen:

Für dunkle Haare bietet sich auch eine Spülung aus Kaffee und Rosmarin an.

Außerdem kannst du Kaffeesatz als Peeling für die Kopfhaut verwenden. Das sollte allerdings gut ausgewaschen werden und ist bei dunklen Haaren vermutlich eher geeignet.


Einige schwören bei fettigem Haaransatz auf Speisestärke oder Kakao, das wie ein natürliches Trockenshampoo funktionieren soll.

Einfach bei dunklem Haar etwas Kakao mit den Fingern im Haar verteilen (v.a. im Ansatz) und gut ausbürsten. Dasselbe funktioniert mit Speisestärke bei hellen Haaren.


Leinsamen Kur für die Haare:

Am Besten am Vorabend vorbereiten.

Du brauchst dafür 3 EL Leinsamen und 1 Liter Wasser.

Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen. Leinsamen in einen Topf geben. Das heiße Wasser über die Leinsamen gießen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag kannst du diese Masse durch ein feines Sieb gießen. Das Leinsamen Wasser kannst du nun für die Haare verwenden. Den sog. Leinsamen Trester kannst du noch zum Backen oder für dein Müsli verwenden. Die Leinsamen Kur gibst du nach dem Waschen in deine Haare und lässt es drin, es muss nicht ausgespült werden. Einfach die Haare danach bürsten und trocknen lassen. Du kannst es auch 30 Minuten einwirken lassen und danach noch einmal mit Wasser spülen, es ist aber nicht notwendig. Schau wie du dich damit wohlfühlst.

Haarspülung für helles Haar:

Übrigens: wer nicht dunkelhaarig ist, sondern eher blond kann statt Essig Zitronensaft in der Spülung verwenden. Zitrone wirkt wohl generell aufhellend bei Haaren, v.a. wenn es regelmäßig angewendet wird. Und es bewirkt ebenso, dass die Haare glänzend und weich sind.




Fazit:

Meine Haare sind seitdem voller und sehen gesünder aus. Und sie brauchen viel weniger Pflegemittel als früher. Ich bin sehr zufrieden! Und sehr happy, dass es so einfach ist und ich nichts brauche was nicht sowieso schon im Haus (bzw. in der Küche) ist. Übrigens: ich nehme meine Haare unterschiedlich war je nachdem wie ich mich ernähre (Zucker, Fast Food) und auch je nach Zyklus bezüglich der Hormone. Da sind die Haare eher mal leicht "fettig". Das regeneriert sich aber von selbst wieder.

Mein „Haarglück“ braucht also nur Wasser, Essig, Rosmarin und etwas Öl. Beim Öl werde ich evtl. noch auf Olivenöl umsteigen. Das bekomme ich hier in Portugal ja regional. Aber ich kann mich aktuell noch nicht vom gut riechenden Kokosöl trennen... .

Übrigens: viele Dermatologen halten nichts davon die Haare nur mit Wasser zu waschen. Ich fühle mich wohl damit und möchte daran erst mal nichts ändern.


Natürlich braucht volles gesundes Haar nicht nur die für dich individuell richtige Pflege sondern es spielt dabei auch eine vollwertige und gesunde Ernährung eine Rolle um deine Haare mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Hier gibt es einen sehr informativen Artikel dazu. Dabei sind wir nicht auf tierische Lebensmittel angewiesen. Möchtest du deine Haare einmal vorweg unterstützen, kannst du z.B. auf sogenannte Haut-Haare-Nägel Kapseln zurückgreifen. Hier gibt es unterschiedliche Anbieter: achte darauf, dass die Inhaltsstoffe so natürlich wie möglich sind. Ich selbst habe gute Erfahrungen gemacht mit den Kapseln von Innonature. (Keine Kooperation, unbezahlte Empfehlung).


Wichtig ist generell, dass DU dich damit wohlfühlst. Ich liebe es einfach wenige Dinge im Bad stehen zu haben und ich genieße es, dass meine Haarpflege so einfach, schnell und kostengünstig ist. Das ist für mich im Familienalltag eine große Entlastung.



Produkt Empfehlung für vegane Haarpflege:

Vegane Haarseifen findest du z.B. HIER bei Savion

(unbezahlte Werbung, ich habe diese Seifen selbst 3 Jahre verwendet).

Wie machst du es? Hast du noch andere Tipps?

Und hast du noch Fragen an mich dazu?


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